
„Stark vor Ort“-Projekte zur Bekämpfung von Kinderarmut
In diesem Jahr wurden 17 neue Projekte zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut gestartet. Unter anderem wurde ein Babylotsendienst eingerichtet und ein Elterntreff gestartet.
Weitere Informationen zum Programm „Stark vor Ort“: https://www.stark-vor-ort.com/
Baustart für das Forum Johanniskirche in Eberswalde
Mit dem Forum Johanniskirche wird mit EFRE-Mitteln ein Ort des Austausches und der Begegnung für Bürgerinnen und Bürgern geschaffen und ein wichtiges Baudenkmal der Stadt gesichert und saniert. Am 19. November begann die erste Bauphase mit einem symbolischen Spatenstich und Grußworten von Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann (Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Land Brandenburg) und Kryštof Studihrad (EU-Kommission).
Mittelübertragung zu Horizon: Änderung des EFRE/JTF-Programms beschlossen
Nach Beschluss durch den gemeinsamen Begleitausschuss und Genehmigung der EU-Kommission am 31. Oktober 2025 wurde das EFRE/JTF-Programm geändert. Es wurden 2 Mio. Euro auf die HORIZON-Maßnahme „Postdoctoral Fellowships“ übertragen. Mit den Mitteln sollen Wissenschaftler*innen mit Doktortitel in Brandenburg bei ihrer Forschung im Bereich Mobilität unterstützt werden.
Außerdem wurde die leistungsbasierte Finanzierung in der JTF-Gigabit-Förderung in der Lausitz eingeführt.
Zum EFRE/JTF-Programm Brandenburg 2021-2027
EFRE-Projekte im Fokus: Besuch der Europäischen Kommission an der Technischen Hochschule Wildau
EU-Kommissar Raffaele Fitto besuchte im Oktober gemeinsam mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller die TH-Wildau und informierte sich über EU-geförderte Projekte. Ebenso stand ein Austausch zur Zukunft der EU-Kohäsionspolitik auf dem Programm.
Start-up-Zentren in Beeskow und Cottbus eröffnet
Mit der Eröffnung der Start-up-Zentren „Startup Lausitz Accelerator“ in Cottbus und „Incubator Village“ in Beeskow profiliert sich Brandenburg weiter als Innovationsstandort für Start-ups. Damit verfügt das Land nun über sechs Start-up Zentren mit einer Vielzahl unterschiedlicher Schwerpunkte von Agrartechnologie bis Robotik.
EFRE-Mittel für nachhaltige Standentwicklung – Förderung für die Freizeitanlage „Große Freizeit“ in Fürstenwalde/Spree
Mit Mitteln aus dem EFRE kann die Freizeitanlage Große Freizeit im Stadtteil Nord umfassend modernisiert, vergrößert und funktional weiterentwickelt werden. Dafür werden 3,3 Mio. EUR aus dem Programm Nachhaltige Stadtentwicklung bereitgestellt.
Zum Bericht der Stadt Fürstenwalde/Spree
Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2025: EFRE/JTF unterwegs in Brandenburg
Die Verwaltung von EFRE und JTF in Brandenburg blickt auf die Veranstaltungsjahr 2025 zurück. Insgesamt wurde auf sechs Veranstaltungen, 15 Tourstopps und zwei Wanderausstellungen die Werbetrommel für die Erfolge der EFRE- und JTF-Förderung in Brandenburg gerührt.
Öko-Modellregionen gesucht: Brandenburg fördert regionale Bio-Wertschöpfung
Das Ministerium für Land- und Ernährung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) unterstützt den Ausbau von Öko-Modellregionen in Brandenburg: Ziel ist es, die regionale Bio-Versorgung, lokale Wertschöpfung und Vernetzung von Produzent*innen, Verarbeitenden, Gastronomie und Handel zu stärken.
Leadpartner können Konzepte für neue Modellregionen einreichen. Die Einreichung von Konzepten ist von 5. bis 11. Januar 2026 vorgesehen. Im Rahmen der Förderung soll ein Regionalmanagement aufgebaut werden, das die Kooperationen begleitet und den Aufbau nachhaltiger Bio-Wertschöpfungsketten koordiniert. Die Förderung deckt bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben ab und ist zunächst bis Dezember 2028 möglich.
Zur Website der Förderung (Teil C)
Änderung des PAK-Erlasses: Teilauswahlläufe bei der Forst-Förderung ermöglichen schnellere Antragsbearbeitung
Die regionale Verwaltungsbehörde hat im Rahmen der Sitzung des gemeinsamen Begleitausschusses am 20.11.2025 eine Neuregelung für die Förderung des Forstbereichs vorgestellt und in Kraft gesetzt. Ab jetzt kann eine Auswahlrunde in mehrere Teilauswahlrunden unterteilt werden. So wird eine schnellere Antragsbearbeitung ermöglicht. Die Neufassung des PAK-Erlasses hat die Verwaltungsbehörde hier veröffentlicht:
Einigung zum GAP-Vereinfachungspaket Omnibus-Paket III
Der Ratsvorsitz und die Verhandlungsführung des Europäischen Parlaments haben sich am 10. November 2025 vorläufig auf das Omnibus-Paket III zur Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geeinigt. Die Kernpunkte des Pakets sind u.a. die Senkung von ökologischen Standards und von Nachweispflichten für landwirtschaftliche Betriebe, erhöhte Zahlungen für Kleinbetriebe, eine vereinfachte Konditionalität für biologische Betriebe, weniger Kontrollen der Betriebe sowie die Streichung des jährlichen Leistungsberichts der Mitgliedstaaten an die EU.
Bevor die neuen Regeln endgültig in Kraft treten, müssen Rat und Parlament die Einigung bestätigen. Der Rat und das BMLEH haben dazu weitere Informationen veröffentlicht. Für Deutschland wird die Umsetzung der Änderungen voraussichtlich im 5. Änderungsantrag zum GAP-Strategieplan erfolgen.
Zu den Informationen des Rates und des BMLEH
Bundesratsausschüsse positionieren sich zum NRPP-Verordnungsvorschlag der KOM
Der Bundesrat hat sich in seiner Sitzung am 21.11.2025 mit den Plänen der EU-Kommission (KOM) zur Schaffung eines neuen gemeinsamen Fonds befasst, aus dem die Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) finanziert werden sollen.
Aus den Empfehlungen der Ausschüsse für Agrarpolitik und Verbraucherschutz sowie für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geht vor allem eines hervor: Es bestehen grundsätzliche Bedenken gegen die Zusammenführung aller GAP-Mittel in einem gemeinsamen Fonds.
Die Ausschüsse warnen, dass so die Konkurrenz um Mittel für den Umwelt-, Biodiversitäts- und und Klimaschutz insbesondere vor dem Hintergrund zu erwartender Mittelkürzungen verschärft würde. Daher bittet der Bundesrat die Bundesregierung, sich gegenüber der KOM für einen Erhalt der GAP als eigenständige und ausreichend finanzierte Fonds mit der bisherigen 2-Säulen-Struktur einzusetzen. Die Empfehlungen der beiden Ausschüsse einschließlich der Begründungen sind hier veröffentlicht:
Landesregierung fordert mehr Regionalität in der EU
Ministerpräsident Woidke hat bei einer auswärtigen Kabinettssitzung in der Brüsseler Landesvertretung die Bedeutung des Regionalität-Prinzips in der EU betont. Eine stärkere Zentralisierung lehnt Brandenburg ab. Die künftige EU-Förderung müsse weiterhin an regionale Bedarfe angepasst bleiben und dürfe nicht gekürzt werden.
Zur Website der EU-Koordinierungsstelle
Weitere Positionen zum MFR aus Politik und Zivilgesellschaft sowie weitere Informationen zum MFR-Vorschlag 2028-2034 finden Sie in unserem Kompendium.
Zum KBS-Kompendium: Förderperiode ab 2028
Neues Förderprogramm für Menschen mit Behinderungen
Ziel des Brandenburger Förderprogramms ist es, vor allem die Rahmenbedingungen für den Übergang aus Werkstätten für behinderte Menschen bzw. von anderen Leistungsanbietern auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Anträge für innovative Modellprojekte können ab sofort beim Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) gestellt werden.
Rekordjahr 2025: Strukturwandel der Lausitz zeigt Wirkung
Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) zieht nach der jüngsten Sitzung der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH eine sehr positive Bilanz.
2025 wurden 7 neue Projekte eröffnet, 9 neue Baubeginne gefeiert und 19 Zuwendungsbescheide übergeben. Damit sind nun insgesamt 86 Projekte qualifiziert.
Zu den neuen Erfolgen zählen eine neue Kita und Coworking-Spaces in Lübbenau ebenso wie das Gesundheitslandhaus Schwarze Pumpe in Spremberg.

Mit Stimmen von Rechtsaußen: EU schwächt Lieferkettengesetz ab
Die Unterhändler von EU-Parlament haben sich auch mit dem Rat auf eine gelockerte Version der Lieferkettenrichtlinie geeinigt. Künftig sollen die verschärften Berichtspflichten nur noch sehr große Unternehmen betreffen, und die Pflicht zur Erstellung von Klimaplänen entfällt.
Bei der vorherigen Abstimmung im Europaparlament kam die notwendige Mehrheit für eine deutliche Abschwächung der EU-Lieferkettenrichtlinie zustande, weil die konservative EVP gemeinsam mit rechten und rechtsextremen Fraktionen dafür stimmte.
Zum gesamten Bericht von EURACTIV
EU-Parlament verabschiedet Richtlinie zum Schutz von Böden
Das EU-Parlament hat am 23. Oktober die Europäische „Richtlinie zur Bodenüberwachung und -resilienz“ verabschiedet. Die sogenannte Bodenrichtlinie sieht vor, dass die Mitgliedstaaten Überwachungssysteme einrichten, um den physikalischen, chemischen und biologischen Zustand ihrer Böden auf Grundlage einer gemeinsamen Methodik zu bewerten. Die gesammelten Daten sollen helfen, Bodenresilienz zu verbessern und einen besseren Umgang mit kontaminierten Standorten sicherstellen. Außerdem soll die Richtlinie Grundsätze zur Minderung des Flächenverbrauchs liefern.
Zu weiteren Informationen des Umweltbundesamts
EU-Rechnungshof: Aufbauprogramm nach der Pandemie zeigt kaum Wirkung
Der Europäische Rechnungshof (EuRH) hat in einem aktuellen Bericht deutliche Mängel bei der Umsetzung des groß angelegten EU-Aufbau- und Resilienzprogramms nach der Pandemie festgestellt.
Der Bericht kritisiert die ARF, die trotz 109 Mrd. Euro großem Budget kaum Wirkung auf die Wirtschaft in der EU hat. Die Reformvorschläge, die Voraussetzung für den Erhalt der Gelder darstellen, wurden in keinem Mitgliedstaat vollständig umgesetzt. Nur 26 Prozent der Empfehlungen wurden weitgehend berücksichtigt, 41 Prozent der Vorschläge teilweise und sieben Prozent der Reformempfehlungen wurden nicht umgesetzt.

Ländliche Räume: Innovation braucht mehr Offenheit — neues IRS-Policy Paper veröffentlicht
Das Leibniz‑Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) hat kürzlich ein neues Policy Paper veröffentlicht, das aufzeigt: Ländliche Regionen sind innovationsfreudiger und vielfältiger als oft angenommen.
Für Innovationen im ländlichen Raum braucht es Offenheit, die im Paper in fünf Dimensionen betrachtet wird und Handlungsspielräume, die durch Förderstrukturen ermöglicht werden. Damit ländliche Räume von Innovationsförderung profitieren können, müssen die Fördergegenstände möglichst wenig vorgegeben sein und neben Unternehmen und Forschungseinrichtungen auch an Vereine und Kreisverwaltungen adressiert werden, die im ländlichen Raum deutlich weiterverbreitet sind.
Das IRS plädiert dafür, Innovationsförderung als Chance für die Etablierung nachhaltiger Wertschöpfung im ländlichen Raum zu verstehen. Gerade dort, wo Infrastruktur und Bevölkerung schwinden, könnten neue Impulse Zukunft und Lebensqualität sichern.
Zum gesamten Policy Paper und weiteren Informationen
Auswertung des Innovationspanels Brandenburg 2025 veröffentlicht
Die Auswertung analysiert die unternehmerischen Innovations-, Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Aktivitäten in Brandenburg. Die Daten des Innovationspanels werden jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhoben und im Zuge des Berichts „Innovationen in der deutschen Wirtschaft“ veröffentlicht. Für das Bundesland Brandenburg werden darüber hinaus spezifische Sonderauswertungen bereitgestellt, die als Basis eine vertiefte Analyse der Innovationsdynamik innerhalb der Region ermöglichen. Die Auswertung des erweiterten Innovationspanels ist Teil der begleitenden Evaluierung des EFRE/JTF-Programms 2021 bis 2027.
Online-Werkstattgespräch: „Finanzierungsalternativen in der ländlichen Entwicklung Brandenburg“
Termin: 8. Januar 2026, 10 bis 13 Uhr
Anfang Januar lädt das Forum ländlicher Raum zu einem Online-Werkstattgespräch ein. Thema ist die Suche nach Finanzierungsalternativen für die Förderung der ländlichen Entwicklung in Brandenburg. Angesichts der sinkenden Bedeutung der ländlichen Entwicklung in den Vorschlägen der KOM zur nächsten EU-Förderperiode sollen neue Möglichkeiten vorgestellt und diskutiert werden.
Zukunftsforum ländliche Entwicklung auf der Grünen Woche: Raum für Zukunft
Termin: 21.-22. Januar 2026
Veranstaltungsort: CityCube Berlin
Im Rahmen der Grünen Woche findet das 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung unter dem Motto „Flächen und Gebäude klug nutzen – Heimat gemeinsam gestalten“ statt. Das BMLEH möchte über Raumnutzung in drei Dimensionen diskutieren: Raumordnung, Gebäudenutzung und Begegnungsräume. Für diese Bereiche sind Expert*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft eingeladen, um in insgesamt 21 Fachforen eine Bandbreite von Themen wie Paludikultur, Landbahnhöfe und Leerstandnutzung zu besprechen.
Zum Programm und zur Anmeldung
EU-FÖRDERUNG Kompakt: Ausschreibung für deutsch-finnische Innovationsprojekte
Termin: 12. Februar 2026, 13-14 Uhr
In der Online-Seminarreihe „EU-FÖRDERUNG Kompakt“ informiert das Enterprise Europe network Berlin/Brandenburg regelmäßig am Donnerstag ab 13 Uhr über Fördermöglichkeiten aus dem Horizont Europa Programm und europäische Fördermöglichkeiten für Unternehmen.
In diesem Seminar geht es um Innovationsförderung mittelständischer Unternehmen in Kooperation zwischen deutschen und finnischen Betrieben.
Zum Programm und zur Anmeldung
Save-the-Date: KBS-Fachgespräch „Frauen im ländlichen Raum – Mit EU-Mitteln Gleichstellung fördern“
Termin 25. Februar 2026, 10-14 Uhr
Veranstaltungsort: Haus der Natur, Potsdam und Online
Im ersten KBS-Fachgespräch 2026 widmen wir dem Thema Gleichstellung und Gender-Mainstreaming der EU-Förderung. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg Dr. Uta Kletzing und weiteren Expert*innen aus Wissenschaft und Förderung möchten wir diskutieren, wie Förderstrukturen gestaltet werden müssen, damit alle Geschlechter gleichermaßen profitieren.
Weitere Informationen und eine Einladung folgen.
DVS-Tagung: GAP, ELER & Umwelt 2026 – Agrarumweltförderung in der GAP nach 2027
Termin: 17.-18. März 2026
Veranstaltungsort: Umweltforum, Berlin
Die Diskussionen zur kommenden EU-Förderperiode 2028-2034 sind in vollem Gange. Der bisherige Vorschlag der EU-Kommission zur GAP nach 2027 sieht vor, dass Agarumweltmaßnahmen deutlich weniger Mittel erhalten und ökologische Konditionalitäten für landwirtschaftliche Betriebe abgesenkt werden. Um diese Veränderungen und ihre Auswirkungen mit Akteuren aus Verwaltung, Beratung, Landwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz zu diskutieren, lädt die DVS zur Tagung nach Berlin ein.
Zum Programm und zur Anmeldung

Achim Wolf






